Sanierung der Außenanlagen der Hauptstelle der Raiffeisenbank Taufkirchen-Oberneukirchen eG mit Errichtung eines Carports für Mitarbeiter der Bank
DER NEUE HAUPTEINGANG UND FREIRAUM ZUM DORFPLATZ HIN:
Während der planerischen Auseinandersetzung mit dem Bestand formulierten wir das Ziel, den Haupteingang stärker vom Dorfplatz her herauszuarbeiten, um Besucher und Kunden der Bank in das Gebäude hereinzuführen und Willkommen zu heißen. Weiterhin schien eine kleine Stufe im Übergang vom öffentlichen Bereich zum Bankgebäude überflüssig.
Räumlich zäsierten wir den Eingangsbereich mit einer geschwungenen Mauerscheibe aus Beton, in die das Signum der Volks- und Raiffeisenbanken und eine Sitzbank integriert werden. Der Kontrast des geschwungenen, monolithischen Sonderbauteils mit der leichten, darüberschwebenden Seglmembran sorgt für Spannung.
Der ruhige, ebenflächige Plattenbelag sorgt für Barrierefreiheit.
Die Außenbeleuchtung setzt Akzente und unterstützt unser Konzept für den Haupteingang.
Eine säulenförmige Eiche betont gleichfalls den Haupteingang. Daneben ist eine Pflanzbock mit immergrünen Gehölzen und eine monostrukturierte Gräserpflanzung über das ganze Jahr repräsentativ. Die geschnittene Hecke mit Kirschlorbeer soll den Freiraum vor dem Bankgebäude zum Dorfplatz klar zum nachfolgenden Gartenraum hin gliedern.
DER NEUE CARPORT MIT GRÜNDACH FÜR MITARBEITER MIT ERSCHLIESSUNGSHOF, DER MITARBEITEREINGANG MIT DEM NEUEN LOUNGE-BEREICH
Schwerpunkt der Aufgabenstellung war die Integration eines Carports für Mitarbeiter in das Grundstück. Dabei fiel bei der Bestandsanalyse, dass ein kleines Wegerl zur Kirche und zur Schule das Grundstück durchquert. Die bisherigen Stellflächen waren senkrecht zur Doktorstraße angelegt. Ein Freiraum für Mitarbeiter war Fehlanzeige.
Der neue Carport wurde dann um 90 ° zu den bestehenden Parkplätzen hochgeklappt. Der Baukörper des Carports verläuft parallel zur Traufseite des Gebäudes von Grundstücksgrenze zu Grundstücksgrenze. Mit dieser geschickten städtebaulichen Anordnung konnten viele Vorteile erzielt werden: einerseits konnte eine Nebeneingang für Mitarbeiter und Gemeinderatsmitglieder herausgearbeitet werden, andererseits verschwindet das Auto hinter Kletterpflanzen. Weiterhin ergab sich die Chance am nördlichen Ende des Carports einen Freiraum für Mitarbeiter zu etablieren. Die Durchgängigkeit des Grundstückes blieb erhalten.
Der Freiraum für die Mitarbeiter ist versteckt hinter zwei Versetzt eingebauten Mauerscheiben aus Beton, um so die notwendige Intimität entstehen zu lassen.
Der Carport ist als pfiffige Stahlkonstruktion konzipiert worden, die eigentlich nur aus Rahmen im Rastermaß der Stellplätze besteht, auf denen darüberliegend Brettsperrholzplatten verschraubt werden. Der Geründachaufbau ist extensiv mit ca. 8 cm Spezialsubstrat und Sedum-Topfballen. Die Dachabdichtung ist eine Kunststoffdichtung auf FPO-Basis. Wichtig war hier, dass die Mitarbeiter aus dem Obergeschoss kein Blechdach vor ihren Fenstern vorgesetzt kriegen, sondern eine Grünstruktur. Im Stahlbau wurde im südlichen Bereich eine Mülleinhausung integriert. Die Seite zum Gebäude ist bis auf einen Durchgang mit Architekturseilen versehen, an denen Kletterpflanzen hochranken.
Besucherstellplätze und großzügige Staudenbeete mit unterschiedlichen Lebensbereichen runden das Konzept stimmungsvoll ab.
Die Fläche vor dem Carport ist mit versickerungsfähiger, wassergebundenen Wegedecke umgesetzt.
Alle anderen Pflasterarbeiten wurden mit Graniten im Großstein- und Kleinsteinformat ausgeführt, die aus dem Bayerischen Wald stammen.