Pfiffiges Konzept vereinbart Öffnung nach Außen und gestufte Intimität mit privaterem Freiraum

Die Aufgabe der Viehhaltung ermöglichte der jungen Familie neue Perspektiven: nach behutsamer Sanierung wurde in den ehemaligen Stall eine Keramik-Werkstatt integriert. Der Wohnbereich wurde mit großem Respekt und Liebe zum Detail renoviert.

Von Beginn an war klar, dass das Entwurfskonzept zum einen mit dem öffentlichen Raum partizipieren muß, um beispielsweise Kunden und Interessenten zur Werkstatt zu führen, aber zum anderen klare sozialräumliche Qualitäten, wie Intimität und Geschütztheit, in einem privateren Bereich entstehen lassen muß.

Überzeugt wurden die Bauherrn mit der Schaffung einer Zäsur, die wie ein Rückgrat durch den gesamten Freiraum gelegt wird und in eine halböffentliche und privatere Zone differenziert.

Dieses Rückgrat schmiegt sich wie eine Spange oder Klammer um die privateren, feinmaschigeren Teilräume, die mit Holzdeck, noch zu etablierenden großformatigem Wasserbecken und Beton-Hochbeeten und Sitzwürfeln bespielt werden. Heckenelement und Staudenbeet definieren diese Teilräume.

Durchlässe in den Hecken sind bewußt vorgesehen, ein Abschotten ist nicht erwünscht.

Mit dem Konzept wurden die bepflanzten Wallstrukturen am Übergang zur Ortsdurchfahrtsstraße überflüssig: die Bauherren konnten überzeugt werden, diese in eine Art Angerstruktur zu konvertieren, die für den ländlichen Raum typisch sind. 

Mit dem Wegfall der Wallstrukutren wurde die Einfahrt in die Hofstelle umverlegt und die bestehenden Linden werden so ins rechte Licht gerückt.

Vor dem erhabenen Baukörper wurde eine Gred als verbindendes architektonisches Element aus gebrauchten Natursteinpflaster etabliert.

Die Angerstrukuren sind mit einer Wiesenmischung angesät worden.

 

Das Rückgrat oder die Spange wird im Laufe des Jahres mit der wichtigen,knapp 7 Meter langen, dynamischen Mauerscheibe aus Beton entlang des Holzdecks ergänzt und damit vervollständigt.